Klavier am Turm

Klavierunterricht für alle Lebenslagen

Unterricht

Wir unterrichten Schüler jeglicher Alters- und Leistungsklassen!

  • Unterricht für Vorschulkinder

    Vorschulkinder

    Der Anfangsunterricht für Kinder ab 5 Jahren erfolgt ganzheitlich. Über Sprechen, Singen, Hören und rhythmisches Bewegen tauchen wir ein in die Welt der Töne, in die Welt der schwarzen und weißen Tasten. Wir erlernen einfache Melodien nach Gehör, zunächst auf schwarzen Tasten. Spielerisches Ausprobieren, Experimentieren mit Klanggeschichten, das Erfinden eigener kleiner Lieder und Texte stehen im Vordergrund. Eine erleichterte Notenschrift findet behutsame Anwendung.

  • Unterricht für Jugendliche

    Kinder und Jugendliche

    Wir vermitteln eine solide Klaviertechnik, die eine stilistische Vielfalt von Klassik bis Moderne, von Jazz bis Pop und Rock ermöglicht. Ein ausgereiftes Unterrichtsprogramm festigt Grundlagen im Notenlesen, in Musikanalyse und Stilkunde. Von Anfang an fließen Improvisationen in den Unterricht ein. Wir achten auf Durchlässigkeit des Spielapparates, ökonomische Spielbewegungen sowie natürlichen Ausdruck.

  • Unterricht für Erwachsene

    Erwachsene

    Sowohl für Wiedereinsteiger als auch Anfänger bieten wir maßgeschneiderte Unterrichtskonzepte, die auf die jeweiligen Fähigkeiten und Kenntnisse zugeschnitten sind und eine genussvolle Beschäftigung mit dem Klavier garantieren. Speziell zur Lockerung des Spielapparates sowie der Verbesserung der Hand- und Fingerkoordination fließen Kenntnisse aus der Rhythmik und Bewegungspädagogik ein.

  • Kammermusik

    Kammermusik

    Die Ausbildung eines guten Pianisten setzt das Musizieren mit anderen Instrumenten voraus. In unserem Unterricht spielen das Vier- oder Sechshändigspiel und das Begleiten anderer Instrumente von der ersten Stunde an eine wichtige Rolle. Im gemeinsamen Spiel verbinden sich soziale und musikalische Kompetenzen wie Respekt und Verständnis, Aufeinanderhören und flexibles Reagieren auf Tempi, Dynamik etc.

  • Hochschulvorbereitung

    Hochschulvorbereitung

    Für besonders fortgeschrittene und begabte Schüler bieten wir eine gezielte Vorbereitung auf Aufnahmeprüfungen an Hochschulen oder Konservatorien an. Das Erarbeiten anspruchsvoller Literatur geschieht durch professionelles Coaching sowie Bühnen- und Auftrittstraining.

  • Musiktheorie und Gehörbildung

    Musiktheorie und Gehörbildung

    Musiktheorie liefert die Grundlage zum Verständnis von Musik. Sie ist ein wichtiger Baustein unseres Unterrichts und fließt in fast jede Stunde ein. Voraussetzung einer guten Interpretation ist das gut ausgebildete Gehör, das es ermöglicht, feinste Schattierungen und Nuancen zu erkennen und in das eigene Spiel zu integrieren. Das Durchdringen musikalischer Strukturen erleichtert das Verständnis großer Werke der Klavierliteratur.

  • Weitere
    Fragen?

Über uns

Bild Jörg Ditzel
Jörg Ditzel

… studierte Klavier an der Musikhochschule Frankfurt am Main und an der Musikhochschule „Franz Liszt“ Weimar. Besuchte Meisterkurse bei Rudolf Kehrer und Peter Feuchtwanger. Derzeit Dozent an verschiedenen Musikschulen und an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Absolvierte diverse Fortbildungen, u. a. zu den Themen Gruppenunterricht, Klavierunterricht mit Erwachsenen und Alexandertechnik am Klavier.

Dr. Kerstin Helfricht

… studierte Klavier, Korrepetition, Gesang und Chorleitung an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. Es folgte ein Promotionsstudium in Musikwissenschaft, Historischer Sprachwissenschaft und Musikpädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt. Dozentin für Stilistik, Geschichte und Literatur des Fachs Klavier an der Musikhochschule Frankfurt. Zahlreiche Fortbildungen zum Thema Kinder- und Erwachsenenunterricht.

Bild Kerstin Helfricht

Das Klavier

Was man mit einem Klavier alles machen kann

Dein eigenes Orchester
Mit einem Klavier hast du im Grunde dein eigenes kleines Orchester zuhause. Es spielt tiefere Töne als ein Kontrabaß und höhere als eine Pikkoloflöte. Du kannst mit einer Hand eine Melodie spielen, die andere Hand begleitet sie. Du kannst aber auch mit beiden Händen vollgriffige Akkorde spielen, fast wie in einer Sinfonie.

300 Jahre Klaviermusik
Als Pianist steht dir Klaviermusik aus 300 Jahren zur Verfügung: Angefangen bei solch berühmten Komponisten wie Bach und Beethoven, über Schumann, Chopin, Liszt und Debussy bis hin zu teilweise ziemlich „verrückten“ zeitgenössischen Stücken von Pierre Boulez und John Cage. Aber natürlich kannst du dich auch in anderen Musikstilen austoben: Jazz, Popsongs, Kinderlieder, Schlagermusik usw.

Arrangieren
Klavierspieler können auch Musikstücke, die ursprünglich eigentlich gar nicht für Klavier gedacht waren, so bearbeiten („arrangieren“), daß man sie sehr gut spielen kann. So kannst Du z.B. auch Popsongs singen und dich dazu selbst begleiten (ähnlich berühmten Popstars wie Elton John, Tori Amos oder Lady Gaga).

Komponieren
Das Klavier ist das bevorzugte Instrument vieler Komponisten. Und nicht nur für Klaviermusik (natürlich), sondern für alle Arten von Musik. Du kannst ebenso Opern, Sinfonien und Ballettmusiken schreiben, ein Kunstlied und ein Musical komponieren.

Alleine und zusammen
Du kannst alleine mit dem Klavier abends in einer Bar „Barpiano“ spielen. Oder im Kabarett deine eigenen Gesangseinlagen begleiten. Oder einen ganzen Konzertabend mit klassischer Musik gestalten. Spiele vierhändig mit einem anderen Pianisten an einem oder sogar an zwei Klavieren. Aber auch zusammen mit anderen Instrumenten zu musizieren, kann viel Spaß machen. Es gibt ganz viele tolle Stücke für Klavier und Violine oder Querflöte oder Saxophon oder Trompete oder Gesang oder Schlagzeug oder… Pianisten begleiten Chöre und spielen als Solisten zusammen mit einem großen Orchester.

Was man gemeinhin zum Klavierspiel alles braucht

Dein eigenes Instrument
Um Klavierspielen zu lernen brauchst Du auf alle Fälle ein geeignetes Instrument zum Üben: Das wird normalerweise ein Klavier sein. Bei viel Platz und Geld auch ein Flügel. Ein Digitalpiano (E-Piano) taugt nur bedingt - dazu später mehr. Außerdem wichtig ist noch diverses Zubehör: Klavierbank, Lampe, Untersetzer etc.

Der Flügel
Jedes dieser Instrumente hat seine Vor- und Nachteile. Falls Geld nicht unbedingt eine Rolle spielt und genügend Platz da ist, kannst du dich wie viele professionelle Pianisten für einen Flügel entscheiden. Die Spielmechanik reagiert exakter als beim Klavier, und durch die längeren Tastenhebel hast du eine bessere Kontrolle über Klang und Dynamik. Wenn du den Flügeldeckel aufmachst, kann der Klang in vielmehr Richtungen abstrahlen. So hörst du den Klang deutlicher und feiner als beim geschlossenen Klavier. Auch deshalb wird in öffentlichen Konzerten meist am Flügel gespielt. Außerdem stehen dir mit den Flügelpedalen Möglichkeiten, den Klang zu beeinflussen, zur Verfügung, die du so am Klavier nicht hast. Die größten Flügel sind über 3m lang und haben mehr als eine halbe Tonne Gewicht.

Das Klavier
Da ein Flügel soviel Platz braucht, wurde das Klavier erfunden: Eigentlich ein aufrecht stehender Flügel, den man an die Wand stellen kann. Das geht allerdings leider auf Kosten der Spielgenauigkeit, da die senkrecht stehende Mechanik nicht - wie beim Flügel - von der Schwerkraft profitieren kann. Zudem sind vor allem die Baßsaiten kürzer und dicker, und der Resonanzboden ist kleiner (zumindest im Vergleich zu einem größeren Flügel). Dadurch klingt ein Klavier nicht ganz so kräftig und voll, die dynamische Bandbreite ist nicht ganz so groß. Außerdem kannst du musikalisch sinnvoll nur eines der (meistens) drei Pedale verwenden. Dafür aber ist ein Klavier billiger und leichter als ein Flügel und beansprucht - wie schon erwähnt - bei weitem nicht so viel Platz.

Das Digitalpiano
Ein Digitalpiano (oder E-Piano) erzeugt den Klang elektronisch, also nicht durch Saiten, sondern durch sogenannte „Samples“ - von einem akustischen Klavier aufgenommene und digital gespeicherte Töne. Zusammen mit einer Art einfacher Hammermechanik versuchen die Hersteller, ein dem Klavier vergleichbares Spiel- bzw. Klanggefühl zu erreichen. Das klappt allerdings mehr oder weniger gut nur bei den teuersten Digitalpianos. So wird übrigens der häufig angeführte Vorteil, Digitalpianos seien billiger als Klaviere, relativiert: Wir kommen hier in die Preisklasse guter gebrauchter Klaviere (und diese halten schonmal 50 Jahre und länger). Auch beim Platzbedarf darfst du dich nicht täuschen: Da ein Digitalpiano wie auch das Klavier 88 Tasten hat, ist zumindest in der Breite nichts gewonnen, höchstens in der Höhe und der Tiefe. Es gibt aber auch Vorteile: Digitalpianos müssen nicht gestimmt werden, reagieren nicht auf Schwankungen der Temperatur und Luftfeuchtigkeit, sind leichter zu transportieren und können - stummgeschaltet - mittels Kopfhörer gespielt werden (siehe dazu aber auch den nächsten Absatz).

Klaviere mit Stummschaltung
Sie sind sozusagen eine Kombination aus akustischem und elektronischem Klavier. Hierbei werden die Hämmerchen, bevor sie an die Saiten schlagen, abgefangen. So hörst du nur noch das Klopfen der Tasten und der Mechanik. Die Töne werden dann durch ein elektronisches Soundmodul (in Form eines kleinen Kastens unterhalb der Tastatur) generiert und per Kopfhörer wiedergegeben. Solche Stummschaltungssysteme kannst Du evtl. auch in dein altes Klavier - so du denn schon eines hast - nachträglich einbauen lassen. Der kleine Haken an der Sache ist, daß durch den Einbau eines solchen Systems die Klaviermechanik modifiziert werden muß und sich dadurch meist auch das Spielgefühl ändert.

Was wir empfehlen
Ein gutes Klavier (ob neu oder gebraucht) bietet die besten Voraussetzungen, daß dir das Klavierspielen nicht nur am Anfang, sondern auch dauerhaft Spaß macht. Digitalpianos können letztendlich mit der klanglichen und dynamischen Bandbreite und den feinen Anschlagsnuancen eines guten akustischen Instrumentes nicht mithalten. Wir empfehlen sie daher allenfalls als Ergänzung, keinesfalls als Ersatz für ein „richtiges” Klavier. Ein akzeptabler Kompromiß sind akustische Klaviere mit eingebauter Stummschaltung.

Zubehör
Du brauchst zum Klavierspielen einen in der Höhe verstellbaren Stuhl, vorzugsweise eine stabile Bank mit vier Beinen. Denn du sitzt beim Klavierspielen nicht starr, sondern bewegst deinen Oberkörper ‘mal nach rechts, ‘mal nach links. Ein Drehhocker geht zur Not auch, sollte aber unbedingt feststellbar sein (damit er sich beim Spielen nicht mehr dreht). Wenn Du noch ganz jung bist und mit deinen Beinen nicht an die Pedale herankommst, sitzt du stabiler, wenn du die Füße auf eine Fußbank stellst. Mit einer möglichst breiten Lampe auf dem Klavier verschaffst du dir einen besseren Durchblick. Gewöhnliche Lampen haben den Nachteil, daß die (breite) Tastatur ungleichmäßig ausgeleuchtet wird: Das kann die Unterscheidung der Tasten von ihren Schatten erschweren. Noch ein letzter Tipp: Du hast ein Klavier mit Rollen? Dann stelle es auf Untersetzer (gibt es aus Kunststoff, Holz oder Glas). Das schont wertvolle Teppiche oder Holzfußböden. Beachte allerdings, daß dadurch auch die Pedale angehoben werden und eventuell nicht mehr so bequem erreichbar sind. Dann lege beim Spielen einfach ein Holzbrett unter deine Fersen.

Was man tun kann, um ein Klavier zu bekommen

Ein Ratschlag vorneweg
Du willst Klavierspielen lernen und dir ein Instrument zuhause hinstellen? Dazu ein Ratschlag aus der Praxis: Erliege bitte nicht dem Gedanken, ein billiges und ganz einfaches Instrument würde für den Anfang erstmal ausreichen. Wahrscheinlich würdest du damit über diesen Anfang auch nicht besonders weit hinauskommen. Gerade in den ersten Wochen und Monaten des Unterrichts werden bewegungstechnische und klanglich-musikalische Grundlagen gelegt, die dir auf einem qualitativ ansprechenden Klavier viel leichter fallen werden. Was bedeutet, daß du viel mehr Spaß beim Üben haben und bestimmt länger und besser Klavier spielen wirst. Und je besser du spielst, umso mehr wirst du ein gutes Instrument schätzen lernen.

Ein neues Klavier
Die Preisspanne zwischem den billigsten und teuersten Klavieren beträgt etwa 1000 Prozent, und wenn du die teuersten Flügel mit einrechnest noch wesentlich mehr (kann auch schonmal den Preis eines kleinen Eigenheims haben). Dieser Preisunterschied hat mehrere Gründe: Für ein teureres Klavier werden hochwertigere Materialien verwendet - etwa besseres Holz, das jahrelang getrocknet wurde, teurere Saiten, bessere und sorgfältiger regulierte Spielmechanik, längerhaltender Lack. Auch die Bauhöhe geht in den Preis mit ein: Die billigsten Instrumente sind um die 90 cm, die teuren bis 130 cm hoch (das heißt allerdings nicht unbedingt, daß ein hohes Klavier besser klingt als ein niedriges). Dafür hast du dann ein Instrument, das gut klingt, sich nicht dauernd verstimmt, ein angenehmes Spielgefühl hat und die ersten 10–15 Jahre problemlos funktioniert. Außerdem hat es im Falle des Falles einen hohen Wiederverkaufswert.

Ein gebrauchtes Klavier
Natürlich kannst du auch ein gut gepflegtes gebrauchtes Instrument kaufen. Solche findest du u. a. im Kleinanzeigenteil von Zeitungen, in Instrumentenbörsen im Internet und bei Klavierhändlern oder einigen Klavierstimmern. Wichtig - vor allem beim Kauf von privat - ist, daß du dir das Instrument vorher genau von außen und innen ansiehst und anspielst. Einige wichtige Dinge bei der Beurteilung des Zustands eines gebrauchten Klaviers kann auch ein Nichtfachmann erkennen. Wir geben da gerne Hilfestellung. Ansonsten solltest du bei Zweifeln ein Gutachten von einem Klaviertechniker erstellen lassen. Denn es kann leicht passieren, daß sich der Preis deines Gebrauchten durch nachträglich notwendige Reparaturen im ungünstigsten Fall vervielfacht. Gebrauchtinstrumente beim Klavierhändler sind zwar durchschnittlich etwas teurer, dafür aber hast du eine größere Auswahl zum Testen, die Klaviere sind geprüft und reguliert, und du bekommst auf einige Bauteile eine Garantie.

Ein gemietetes Klavier
Viele Händler vermieten auch Klaviere. Wenn du unsicher bist, ob dir das Klavierspielen auf Dauer Spaß macht, aber auch, wenn du nur vorübergehend an einem Ort wohnst, könnte das eventuell eine interessante Option sein. Gegen eine monatliche Gebühr, die etwa 1–2 Prozent des Kaufpreises beträgt, kannst du nach z. B. einem Jahr entscheiden, ob du das Klavier kaufen oder zurückgeben willst. Beim Kauf wird dir dann normalerweise die bereits gezahlte Miete (oder ein Teil davon) vom Kaufpreis abgezogen. Die Einzelheiten sind aber von Händler zu Händler verschieden und auch Verhandlungssache. Übrigens: Oft kannst du auch einen Kaufvertrag mit Rücknahmegarantie innerhalb einer gewissen Frist abschließen.

Wo du dein Klavier hinstellen solltest

Der rechte Ort
Du solltest, bevor du dir ein Klavier oder einen Flügel anschaffst, ein paar Gedanken darauf verwenden, wo du dein Instrument hinstellen willst. Normalerweise wirst du drei Aspekte unter einen Hut bringen müssen: einen klimatischen, einen akustischen sowie einen praktischen.

Ein Ort zum Üben
Du wirst am besten Klavier üben, wenn zum einen du selbst dabei nicht gestört wirst; du aber auch andere nicht belästigst. Vielleicht ist daher ein Wohnzimmer, das zwar den meisten Platz bietet, in dem sich aber Menschen aufhalten und essen und fernsehen nicht immer der beste Standort. Eher schon das Zimmer desjenigen, der übt (meistens wohl das Kinderzimmer). So vor Augen läd das Klavier auch leichter zum täglichen Spielen ein.

Ein Ort zum Klingen
Wenn du dein Klavier an eine Wand stellst (was wohl der Normalfall ist), dann achte darauf, etwa 10 cm Abstand zu lassen. So kann sich der Klang besser entfalten, denn ein Klavier strahlt seinen Klang über den Resonanzboden hauptsächlich nach hinten ab. Stelle es möglichst auch nicht in eine Ecke, da der Klang sonst dröhnend und baßlastig sein könnte. Ein Klavier klingt je nach Raumbeschaffenheit und ‑einrichtung anders. Du hast einen kleinen Raum mit Holzfußboden, ohne Gardinen und nur wenigen Möbeln - mit anderen Worten: einen Raum mit harter Akustik? Dann wird dein Instrument viel heller, direkter und lauter klingen als in einem Zimmer mit dickem Teppich, vielen Gardinen und einer großen Polstersitzgarnitur. Das solltest du vor dem Kauf eines Klaviers bedenken, wenn du zuhause keine Überraschung erleben willst (Klaviergeschäfte haben oft eine recht harte Akustik). Ein Wort noch zum Flügel: Der braucht natürlich mehr Platz (etwa ab 20m² aufwärts), sollte frei stehen können und so positioniert sein, daß der Klang bei geöffnetem Deckel in den Raum hinein abstrahlen kann.

Ein Ort zum Wohlfühlen
Klaviere fühlen sich dort wohlsten, wo gleichmäßige Temperatur und Luftfeuchtigkeit herrschen - also da, wo auch wir Mitteleuropäer es am angenehmsten empfinden: Bei 20–22°C bei etwa 40–70% Luftfeuchtigkeit. Was sie gar nicht mögen, sind dauerhaft zu trockene oder zu feuchte Luft und schwankende Temperaturen. Das kann dann recht schnell zu rissigem Holz, klemmender Mechanik, rostenden Saiten und andauerndem Verstimmen führen. Stelle dein Klavier daher nie direkt an eine Heizung oder an einen Ofen. Eine Fußbodenheizung gar ist der schnellste Weg, ein Klavier zu ruinieren. Auch direkte Sonneneinstrahlung oder ständiger Durchzug schaden dem Klavier. Ein Feuchtraum (Keller) tut einem Klavier auch nicht gut.

Winter und Sommer
Im Sommer herrscht öfter hohe Luftfeuchtigkeit (Schwüle). Da kannst du nicht viel mehr machen, als auf gute Luftzirkulation zu achten. Problematischer sind die Winter mit ihrer trockenen Luft (kalte Luft nimmt weniger Wasser auf als warme), besonders, wenn dann noch die Zentralheizung oder die Klimaanlage angeschaltet ist. Sinkt die allgemeine Luftfeuchtigkeit für längere Zeit unter 35%, mußt du Gegenmaßnahmen ergreifen. Eventuell kannst du die Innentemperatur ein wenig senken. Du kannst einen oder mehrere Zimmerbrunnen, große Zimmerpflanzen oder Wasserpflanzen oder ein Aquarium aufstellen. Oder du besorgst dir ein Luftbefeuchtungssystem: Solche gibt es zum Einbau in dein(en) Klavier/Flügel oder als Raumluftbefeuchter für das ganze Zimmer.

Messen
Aber wie kannst du eigentlich feststellen, ob es zu trocken oder zu feucht ist? Mit einem kleinen Meßinstrument namens Hygrometer. Die gibt es in zwei Ausführungen: Als analoges Haarhygrometer, das die Luftfeuchtigkeit mittels eines menschlichen Haares mißt. Oder als digitales (elektronisches) Hygrometer, oft kombiniert mit einem Thermometer. Letzteres ist zwar normalerweise etwas teurer, mißt aber dauerhaft genauer und schneller. Du bekommst sie in jeder Klavierhandlung und in Optikfachgeschäften.

Auch ein Klavier braucht gelegentlich Zuwendung

Stimmen
Ein Klavier verstimmt sich, sogar wenn du gar nicht spielst. Dafür sorgt schon das wechselnde Raumklima im Frühjahr und vor allem im Herbst, wenn die Heizung dauerhaft aus- bzw. angeschaltet wird. Im Gegensatz zu einem Cembalisten oder Geiger stimmst du dein Instrument aber nicht selbst, sondern überläßt das einem ausgebildetem Klavierstimmer. Je nach deiner Übeintensität, der Güte deines Klaviers und der Stabilität des Raumklimas läßt du das am besten ein- bis zweimal pro Jahr erledigen. Neuklaviere in den ersten fünf Jahren eher häufiger, da sich die Saiten noch etwas strecken. Auch zwei, drei Wochen nach einem Umzug, wenn sich das Klavier an die neue Umgebung angepaßt hast, ist eine Stimmung fällig. Frage einfach uns oder andere Klavierspieler nach einem guten Stimmer.

Ein paar Alltagstipps
Händewaschen vor dem Klavierspielen hält die Tasten sauber und läßt sie nicht schmierig werden. Und nicht vergessen, nach dem Spielen den Klavier- und Tastaturdeckel wieder zu schließen. Das schützt die Mechanik und die Saiten vor Staub. Wenn du etwas, also etwa eine Lampe oder Notenhefte, auf dein Klavier stellen bzw. legen willst, dann am besten auf eine weiche Unterlage. Gerade hochglänzender Lack verkratzt sehr leicht. Und bitte keine Pflanzen oder Getränke auf’s Klavier: Die Klavierinnereien reagieren sehr empfindlich auf Feuchtigkeit. Normalerweise faßt du die Saiten und Hammerfilze nicht mit den bloßen Fingern an. Die Saiten könnten rosten, die Filze fettig werden. (Das ist manchmal ein Problem experimenteller Klavierstücke, bei denen du nicht nur auf den Tasten, sondern auch im Klavierinneren spielst).

Oberflächen
Die hochglänzenden Polyesterlacke moderner Klaviere, aber auch satinierte oder offenporige Oberflächen reinigst du am besten mit einem leicht angefeuchteten Tuch. Mache sanfte und geradlinige, keine kreisenden Bewegungen. Bei starken Verschmutzungen hilft ein Schuß Glasreiniger oder mildes Spülmittel im Wasser. Für feine Kratzer gibt es spezielle Reinigungsmittel, die auch ganz leicht polieren. Tiefere Kratzer sollte ein Fachmann angehen. Alte Klaviere haben oft eine Schellackpolitur; hier reicht ein weiches, trockenes Tuch. Aber Vorsicht vor öl- und fetthaltigen Möbelpolituren, da sich Schlieren bilden können.

Tastenpflege
Auch hier reicht ein leicht feuchtes Tuch, eventuell mit ein wenig Glasreiniger getränkt. Passe auf, daß das Holz seitlich an den Tasten nicht mit Flüssigkeit in Berührung kommt. Es könnte aufquellen, klemmende Tasten wären die Folge. Manchmal färben die schwarzen Tasten ab. Dann solltest du für weiße und schwarze Tasten unterschiedliche Tücher verwenden. Bei alten Tasten mit Elfenbeinbelag bitte keinen Glasreiniger oder andere Reinigungsmittel verwenden und sofort trockenwischen.

Motten und Holzwürmer
Der beste Schutz vor Holzwürmern ist - regelmäßig Klavier spielen. Denn Holzwürmer mögen keine Vibrationen. Motten mögen Filze aber keinen Staub. Staube daher die Hammerfilze ganz vorsichtig mit einem sauberen Pinsel ab und hänge bei Bedarf geruchsneutrales Mottenschutzpapier ins Innere des Klaviers. Falls du das Spiel aber schon verloren haben solltest, wende dich an einen Fachmann.

Preise

Der Unterricht findet in der Regel wöchentlich, in besonderen Fällen auch 14-tägig statt. Das Honorar wird monatlich entrichtet (außer der Einzelstunde). Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Mehrfachgutscheine zu erwerben. Deren Geltungsdauer beträgt ein Jahr. Für Studenten gelten Sonderkonditionen. Die genauen Unterrichtsbedingungen werden in einem gesonderten Vertrag beschrieben.

Regelunterricht
wöchentlich

DauerPreis monatlich
30 Min.85 €
45 Min.110 €
60 Min.135 €
90 Min.180 €

Unterricht
14-tägig

DauerPreis monatlich
30 Min.45 €
45 Min.60 €
60 Min.75 €
90 Min.105 €

Einzelstunde
(Korrepetition, Theorie etc.)

DauerPreis pro Stunde
30 Min.25 €
45 Min.35 €
60 Min.45 €
90 Min.60 €

Mehrfachgutscheine
30 Minuten

AnzahlPreis
5-fach125 €
10-fach250 €
15-fach375 €

Mehrfachgutscheine
45 Minuten

AnzahlPreis
5-fach165 €
10-fach325 €
15-fach480 €

Mehrfachgutscheine
60 Minuten

AnzahlPreis
5-fach195 €
10-fach380 €
15-fach600 €

FAQ

Normalerweise unterrichten wir Schüler mit Eintritt ins Schulalter. In besonderen Fällen nehmen wir auch 5-jährige Kinder auf. Nach oben hin gibt es eigentlich keine Grenze (unser ältester Schüler ist über 80 Jahre alt).
Wir unterrichten grundsätzlich bei uns zuhause im eigenen Klavierstudio. Hier steht ein hochwertiger Flügel zur Verfügung, desweiteren diverse Aufnahmegerätschaften und unsere Notenbibliothek. Wenn auch du das alles zuhause hast, können wir nochmal darüber reden.
Natürlich bieten wir die Möglichkeit, an Schülerkonzerten teilzunehmen, an. Vorspiele sind für dich eine prima Möglichkeit, zu testen, ob dein Klavierstück wirklich klappt und deinen Eltern/Freunden den eigenen Fortschritt zu demonstrieren. Wer sich auf ein Vorspiel vorbereitet, übt mit viel größerer Intensität und mit dem Anspruch, ein Musikstück wirklich zu vollenden. Aber wer nicht vorspielen will, muß auch nicht.
Das kann schon Sinn machen, wenn du bereit bist, trotz größerer Unterrichtspausen ein gewisses Mindestmaß an Übedisziplin aufzuwenden. Der im Grunde wichtigste Teil des Klavierspielenlernens findet soundso zuhause statt.
Eigentlich können wir auf diese Frage nicht ohne eine Gegenfrage antworten: Wie gut willst du Klavierspielen können? Ein Schüler, der schon zwei bis drei Jahre Klavier spielt und jeden zweiten Tag vielleicht 30 Minuten übt, wird sicherlich kein professioneller Konzertpianist werden, aber wohl dennoch einige Fortschritte erzielen. Viel wichtiger als die konkrete Angabe einer Übedauer sind die Kontinuität des Übens (jeden oder zumindest fast jeden Tag üben!). Wenn du problem- und zielbewußt das übst, was wir zusammen in der Klavierstunde besprochen haben, ergibt sich eine angemessene Übedauer von selbst. Wenn es geht, versuche auch nicht in einem Stück zu üben, sondern mehrmals am Tag in dann kürzeren Abschnitten. Und denke daran, daß Klavierüben und Klavierklimpern zwei verschiedene Dinge sind.
Du kannst sicherlich anfangen, Klavierspielen zu lernen, ohne Noten lesen zu können. Du kannst Melodien, die dir jemand vorgespielt hat, nachspielen. Ohne fundierte Notenkenntnisse wirst du aber sehr bald an Grenzen stoßen, sobald die Musik etwas anspruchsvoller wird: Ein Großteil des Klavierrepertoires wird dir verschlossen bleiben. Kannst du Noten lesen, kannst du dir ein neues Stück viel leichter selbständig erarbeiten. Aber keine Angst: Notenlernen ist nicht sonderlich schwer.
Grundsätzlich bieten wir Einzelunterricht an, denn nur so können wir im Unterricht auf die speziellen Fähigkeiten des jeweiligen Schülers eingehen. Wir suchen aber auch immer Möglichkeiten, zusätzlich zum Einzelunterricht zwei Schüler miteinander musizieren zu lassen, indem wir beispielsweise zwei aufeinanderfolgende Stunden überlappen lassen (so verlängert sich auch die eigene Unterrichtszeit). Außerdem bieten wir von Zeit zu Zeit „Miniaturworkshops“ an: Zwei oder drei Schüler spielen sich gegenseitig vor und tauschen miteinander Technik- und Interpretationstipps aus.
Nein! Abgesehen davon, daß Keyboards meistens wesentlich weniger und anders mensurierte Tasten, keine Anschlagsdynamik und keine Pedale haben, sind sowohl die Spieltechnik als auch das musikalische Repertoire völlig anders. Hier kannst du mehr über ein geeignetes Musikinstrument erfahren.
Einer der wichtigsten Aspekte beim Erlernen des Klavierspiels ist das regelmäßige Üben auf dem eigenen Instrument. Hier trainierst du das, was wir gemeinsam vorher im Unterricht besprochen haben. So brauchen etwa bestimmte Bewegungsvorgänge beim Klavierspielen manchmal mehrere Wochen oder gar Monate, um sich richtig zu entwickeln. Denke bitte erst gar nicht daran, daß dazu die eine (wöchentliche) Unterrichtsstunde ausreichen könnte.
Ein paar grundsätzliche Informationen zum Klavierkauf findest du in der Rubrik Das Klavier. Ansonsten helfen wir natürlich gerne mit Rat und Tat weiter: Nimm einfach Kontakt zu uns auf.
Wir planen die Klavierstunden und die Vorbereitung darauf in unsere tägliche Arbeitszeit ein. Daher müssen wir auf der Bezahlung der abgesagten Stunde bestehen. Es sei denn, ein Schüler ist für längere Zeit erkrankt: Dann entfällt die Unterrichtsgebühr nach einer Frist von 4 Wochen (bitte lege vorher einen Attest vor). Im Falle von Mehrfachgutscheinen sage bitte mindestens 24 Stunden vorher ab, sonst müssen wir auch in diesem Falle die Stunde berechnen.
Selbstverständlich holen wir deine Unterrichtsstunde nach, und zwar sobald wie möglich. Und sollte sie wirklich ausfallen, etwa wenn wir keinen geeigneten Termin finden können, bekommst du die Unterrichtsgebühr erstattet.
An gesetzlichen Feiertagen in Hessen unterrichten wir nicht, an den sogenannten „Brückentagen“ der allgemeinbildenden Schulen schon. In den hessischen Schulferien machen auch wir normalerweise Pause.

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